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Aus dem Vorwort:
Im Sommer 2006 erhielt ich folgende Eingebung: „Schreibe
über Deinen Kundalini-Prozess!“
Ich war von dieser Idee begeistert und machte mich unmittelbar
ans Werk. Da die Kundalini bereits seit 2 Jahren mächtig in mir arbeitete, war
es für mich zunächst unumgänglich, jenen Zeitraum aufzuarbeiten und zu
beschreiben. Als ich damit fertig war, schrieb ich in der Gegenwart weiter und
nach kurzer Zeit begannen meine Dialoge mit der Kundalini.
Da dieser Prozess (wie ich inzwischen weiß), niemals
aufhört, lade ich den Leser ein, mich ein kleines Stück zu begleiten. Ich
hoffe, dadurch einen Teil an Aufklärung beizutragen.
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Erste Dialoge mit der Kundalini
03 Januar 07
Es kribbelt auf meinem Scheitel,
die Energie drückt. Ich fühle, wie nah sie dran ist durchzubrechen. Ich entscheide
mich diese Erfahrung zu machen, obwohl ich nicht weiß, was passieren wird.
Eigentlich habe ich gar keine andere Wahl. Sie ist das einzige, was mir
weiterhelfen kann. Ich spüre dennoch großen Widerstand in mir, doch irgendwie
spüre ich auch, dass ich dieser Widerstand nicht bin. Es sind die massiven
Stränge, die wie Gitterstäbe mein Ego umklammern.
Alles, alles soll ich verlernen und
loslassen.
„Aber wie soll ich denn weiterhin
meine gesellschaftliche Rolle spielen?“ rief
ich gestern Abend verzweifelt. in den
Himmel, „wie soll ich mich verhalten?“
Die Antwort kam unmittelbar und
beruhigte mich:
- Verhalte Dich einfach so, wie Du
Dich fühlst!
Doch befriedigt war ich trotzdem
nicht:
Aber wenn sie sehen oder ich ihnen
zeige, wie ängstlich und verunsichert ich bin, werden sie mich nicht mehr in
meiner Rolle anerkennen!
- Welche Rolle spielst Du denn?
Hauptberuflich Fußpflegerin in zwei
Einrichtungen für geistig behinderte Menschen.
- Spielst Du vielleicht zufällig auch noch
eine andere Rolle dabei?
In der Tat! Und
diese andere Rolle macht mir die erstere erst möglich.
- Aha, und die wäre?
Es ist
eigentlich gar keine Rolle, wenn ich so darüber nachdenke.
- Was ist es denn?
Es ist ein Bedürfnis, Deine Liebe
und Energie weiterzugeben und ich sehe im Moment keinen anderen Rahmen, in dem
ich dies umsetzen und gleichzeitig Geld für unseren Lebensunterhalt verdienen
kann.
- Nun schau, mein Liebe, Du hast
schon sehr gute Arbeit geleistet! Wirklich!
Wirklich?
- Ja, Du hast z.B. nun die
Erkenntnis erworben, dass Du Deine eigene Schöpferin bist, und zwar bewusst! Du
siehst vielleicht momentan noch nicht die Möglichkeiten, aber je mehr Du Dich
auf mich verlässt, umso mehr Wirklichkeiten stehen Dir offen. Und auch andere
Rahmen.
Also empfiehlst
Du mir, erst einmal meine Rolle weiterzuspielen?
- Ja, und dabei verlässt Du Dich
immer mehr auf Deine Intuition und Deinem Gefühl. Nimm es Dir täglich vor. Mach
es zu Deinem Hauptstudium und entscheide Dich, nur einzig diesen Weg zu
verfolgen. Alles andere ergibt sich!
Auf, auf zu
Gott ich komme!
23
Februar 07
Ich habe heute eine konkrete Frage:
Wann hört dieser Zustand, in dem
ich mich nun schon fast vier Jahre befinde, endlich auf?
- Er hört niemals auf!
Soll das heißen, dass ich ständig
mit so unkontrollierbaren Körpergefühlen zu tun haben werde?
- Nein!
Dein Körper passt sich früher oder
später an die aufsteigende Energie an. Da hat er schon viel zu bewältigen.
Ja, das kannst Du wohl laut sagen.
Also Du meinst, dass ich einfach abwarten sollte und mein Vertrauen bewahren?
- Was hättest Du sonst für eine
Wahl?
Ich könnte
sterben.
- Gut, was noch?
Ich könnte in
die Klapsmühle kommen.
- Auch möglich!
Ich könnte ein
Pflegefall werden.
- Nicht undenkbar! Und das
Schlimmste?
Es gibt gar keine Kundalini und ich
bin von einer fremden Macht besessen.
- Oh je, dass sind ja entsetzliche
Aussichten…..!
Ja, und ich weiß, dass das die
Aussichten der Angst sind, denen ich mich zwar stellen muss, indem ich sie
anschaue und ernst nehme, aber sie reizen mich absolut nicht.
Und ich weiß, dass mich Deine Liebe
begleitet, auch wenn mir vor lauter Ängsten regelrecht übel wird.
- Kind, meine Liebe wird Dich i m m e r
in jedem Augenblick begleiten, so oder so!
Du hast sie doch schon längst
gewählt.
Ja, ich habe Dich gewählt und meine
Angst spielt verrückt und dann erdreistest Du Dir auch noch, uns in den
finanziellen Ruin zu bringen. So hab ich mir das nicht vorgestellt!
- Nein?
Nein!
- Dann stelle Dir etwas anderes
vor.
Ich stelle mir
vor, dass ich vor N I C H T S mehr Angst
habe.
- Was meinst Du mit diesem N I C H T S?
Mit diesem N I C H T S meine ich,
dass ich alles loslassen kann, um in Deiner Liebe zu versinken. Mit anderen
Worten, immer zu erkennen, dass es außer Dir nichts anderes gibt und von daher
auch keinen Grund, mich vor irgendetwas zu fürchten.
13. März 07
Meine ständige seelische
Aufbauarbeit zerrt an meinen Kräften, sodass ich selbst aufpassen muss, nicht
mit nach unten gerissen zu werden. Zum Glück lösen sich aber auch Knoten bei
mir und die Angst wird weniger.
16. März 07
Kann es sein,
dass wir heute eine Verabredung haben?
- Wie kommst Du darauf?
Na, das ist
einfach so ein Gefühl dafür!
- Du wirst immer besser.
Worin?
- Mich zu spüren.
Oh Mann, ich spüre Dich fast den
ganzen Tag rein körperlich. Du bist quasi jeden Moment präsent und ich kann mich
nur mit äußerster Hingabe mit etwas anderem beschäftigen, ohne Dich zu spüren.
Manchmal ertrag ich das kaum.
- Ich weiß. Aber das kommt deshalb,
weil sich in Dir immer noch etwas wehrt.
Ja und was?
- Dein gewohntes Leben. Es ist
außer Kontrolle geraten.
Du hast in Deinem gewohnten Leben
jeden Tag sehnsüchtig meine Gegenwart herbeigefleht und jetzt, wo ich Deine
Gebete erhöre, ist es Dir zu viel.
Auha, die
Kritik sitzt.
- Es ist keine Kritik, sondern
lediglich eine Feststellung. Jetzt möchtest Du mich am liebsten wieder
loswerden und in Dein gewohntes Leben zurückkehren, stimmt´s?
Wenn ich ehrlich bin: ja! Ich habe
mir einfach nicht vorstellen können, dass Du mit so einer Wucht in mein Leben
trittst. Ich habe von Befreiung, Sanftheit, Liebe und wunderschönen Farben und
Visionen geträumt.
- Ja und ich habe Dich
wachgerüttelt, denn das bin ich nicht. Ich bin viel mehr!
Außerdem war ich immer in Deinem
Leben, Du warst nicht einen Augenblick ohne mich. Der einzige Unterschied ist
jetzt, dass Du nicht mehr träumst und auch nicht mehr träumen kannst. Meine
Präsenz ist zu stark, sodass Du nichts weiter tun kannst, als überleben oder
auch nicht!
Wie meinst Du
das?
- Überleben in dem Sinne, dass Du mit meiner Gegenwart
zurechtkommst und dich damit arrangierst. Oder auch nicht bedeutet, dass Du so
viel Widerstand einsetzt, dass Dein Körper das nicht mehr aushält, krank wird
und stirbt. Und Du eine Chance vertan hättest.
Also entweder –
oder?
- Es ist keine Frage der
Entscheidung. Es ist ein Prozess, den Du mit dem Verstand nicht mehr lösen
kannst. Entschieden hast Du Dich schon längst. Es ist eine Frage, ob Du es
aushältst.
Wieso, wird es
noch schlimmer?
- Ja!
Du bewirkst jede Sekunde etwas, ob
Du es nun weißt oder nicht. Das Ego kannst Du ebenfalls nicht von mir trennen.
Ich bin a l l e s was ist, klingelt’s?
Nein!
- Oje, da müssen wir noch einmal
ganz von vorn ansetzen:
Also, das Ego ist eine
Bewusstseinsform oder Ebene, die sich von mir getrennt glaubt. Und weil Ihr
alle bestrebt seid, euch wieder mit mir eins zu fühlen, versucht das Ego in
seinem Fokus, Glück, Liebe, Erfolg usw. von außen zu erhalten und zu erleben.
Die Erfolgsquote ist dabei gar nicht einmal so schlecht, doch leider
unberechenbar und vergänglich. Trotzdem wird ja gerade dadurch Eure Illusion und das
kosmische Spiel möglich.
Gut, das habe ich soweit
verstanden. Ich möchte aber noch zu dem Punkt zurückkommen, wo Du sagtest, dass
nichts ohne deinen Willen geschieht.
Wie vereinbart sich diese Aussage
mit der, dass Du uns unseren eigenen Willen gegeben hast?
- Kein Problem! Mein Wille ist es,
dass Ihr Euren Willen lebt. Und da wir nicht getrennt sind, erfahre ich mich
durch Euren Willen, der sich zum Ausdruck bringt. Dadurch erlebe ich meine
Vielfältigkeit durch jeden Einzelnen von Euch.
Das klingt phantastisch. Wir sind
nach Deinem Ebenbild erschaffen und haben einen freien Willen zu schöpfen, was
immer wir wollen?
- So ist es.
*** Kontakt zur Autorin: dieoeligenfuesse@t-online.de *** www.kundalinimentalbegleitung.de |