| Netzwerk-Initiative "Spirituelle Krisen und Transformation" | |
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Bernadette Roberts: In: Jenseits von
Ego und Selbst. Arbor, Freiamt,
1993 „So
wird also ohne unsere
Wahl und unser Zutun alles durch eine unwissbare Intelligenz bewegt und
in eine
sichere Richtung gelenkt – in der Bewegung ständig im Wandel,
wobei das
unmittelbare Ziel nichts weiter ist als die Bewegung selbst.“ (S.167)
Karlfried Graf Dürckheim: In: Vom doppelten
Ursprung des Menschen. Herder:
Freiburg, 1991, 3. Aufl. „Wenn
aber einmal der
Mensch zu seinem Wesen durchbricht, die Grenzen seines Ichs
überspringt und vom
Wesen her neu geboren wird, schwindet der Wahn, dass er der Herr ist,
dem alles
untertan ist. Wenn er zu dem wird, der er im Grunde ist, dann
fühlt er sich
einem Anderen, einem Höheren zugeordnet, der ihn über alle
Not und Bedingtheit
der Welt hinweg erhält, richtet und ruft und ihn in einem neuen
Sinn frei macht
und mächtig gegenüber der Welt. … Mit dem Innewerden des
Wesens erkennt der
Mensch sich als Bürger zweier Welten: dieser raumzeitlich
begrenzten und
bedingten Welt und einer anderen, überraumzeitlichen, unbedingten
Wirklichkeit.“ (S. 24)
In: Grof, S.
& Grof, C. : Spirituelle Krisen.
Chancen der Selbstfindung. Kösel, München, 1990 “Es
ist nicht einfach zu
begreifen, dass die spirituelle Freiheit etwas ganz Einfaches ist,
etwas ganz
Gewöhnliches, überhaupt nichts Besonderes, und das ist gerade
das Kostbare
daran!“ (S.
217) „Man
kommt an einen Punkt,
wo man erkennt, dass man auf dem spirituellen Pfad in dem Tempo
vorwärts kommt,
das in unseren eigenen karmischen Gegebenheiten begründet ist –
nicht in dem,
was jemand von außen für uns bewirkt. Man kann nicht
schneller voran als es
einem gegeben ist, kann nichts übereilen, man kann die
Gottgefälligkeit nicht
herbeizaubern – sonst schlägt sie gegen uns selbst zurück und
trifft uns direkt
am Kopf! Man wird wohl enorm high, aber man wird fallen.“ .. „Wenn das
Erwachen
in dir erst einmal begonnen hat, so kannst du gar nicht vom Weg
abkommen. Das
geht gar nicht! Wohin solltest du den abkommen?“ (S. 221) „Eine unserer großen Erwartungen damals ging dahin, dass wir annahmen, der spirituelle Weg würde uns psychisch gesund machen. Ich bin ausgebildeter Psychologe, ich habe jahrelang Analyse gemacht, ich habe sechs Jahre lang intensiv Drogen genommen. Ich habe einen Guru, ich habe seit 1970 regelmäßig meditiert, ich habe Yoga unterrichtet. Ich habe den Sufismus studiert und auch viele Arten des Buddhismus. In der gesamten Zeit bin ich nicht eine einzige meiner Neurosen losgeworden! Das einzige, was sich geändert hat: Wahrend es zuvor jene riesigen Monster waren, die da ständig auf der Lauer lagen, um Besitz von mir zu ergreifen, kommen sie heute nur noch ziemlich trottelig daher. … Für mich ist dies das Resultat des spirituellen Weges. Es ist für mich jetzt so, dass ich in einen anderen Zusammenhang eingebettet bin, wodurch ich sehr viel weniger mit meinen eigenen Neurosen, mit meinen eigenen Begierden identifiziert bin.“ (S. 222)
In: Das Tor des Erwachens. Kösel,
München, 2000
"Das spirituelle Leben entfaltet sich
entsprechend unseren Lebensmustern, die auch «Schicksal»
oder «Karma» genannt werden.
Ganz gleich, wie schnell es scheinbar vorangeht, erforderlich ist nur,
dass man sich um Bewusstwerdung bemüht. Der Fortschritt lässt
sich nicht messen. Es ist, als wäre man in einem Ruderboot auf dem
Meer unterwegs. Mag man auch noch so sehr Richtung Osten rudern, die
Strömung bestimmt das Vorankommen mit. Doch interessieren
Geschwindigkeit und zurückgelegte Strecke nur am Anfang sehr.
Später tritt der Leistungsgedanke zurück. Dann steht die
Übung der Achtsamkeit im Vordergrund." (S. 126f.)
"Wer durch das torlose Tor der Gegenwart geht, kommt ans Ende seiner Suche. Vielleicht hat man zunächst auf viele verschiedene Weisen nach Erleuchtung gesucht oder wollte etwas Besonderes sein. Die Einkehr in die eigenen Mitte lässt einen erkennen, dass man bereits am Ziel ist. Man selbst ist der Ort, der einzige Ort, an dem Geduld, Frieden, Offenheit und Mitgefühl geübt werden können." (S. 131)
Die Zitate wurden bewusst von
Personen aus dem westlichen Kulturkreis gewählt. Gefunden und
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